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Gutes Buch über Such-Horoskope - aber wo ist es bloß?
06.08.2015 19:06

Ich bin ein ordentlicher Mensch mit einem Jungfrau-Mond. Aber neuerdings verliere ich Sachen. Zuerst war es mein Schlüssel, den ich zum ersten Mal in meinem Leben irgendwo unwiederbringlich angebaut habe. Und jetzt ausgerechnet das Buch, in dem für Verlier-Probleme eine Lösung angeboten wird, das Übungsbuch Stundenastrologie: Suchen und Finden mit dem Horoskop'' von Emil Schmidt. Schön blöd! Ich hab schon alles auf den Kopf gestellt in meiner Wohnung, bis ich auf die glorreiche Idee kam - Ha! - Ich könnte doch ein Stundenhoroskop machen und fragen, wo es sich befindet - bei sich selber ist man ja manchmal langsam von Begriff!

Das hat vielleicht damit zu tun, dass ich mir gleich am Anfang die Checklisten heraus gescannt und in mein Tablet eingespeichert habe; jetzt kann ich, wo ich gehe und stehe Suchhoroskope anfertigen, und auf einmal begegnen mir auch ständig Leute, die etwas verloren haben, Schirme, Schlüssel, Katzen. Ich warte nur noch drauf, dass jemand kommt und sagt: Ich hab meinen Mann verloren ... der ist mir irgendwie abhanden gekommen! (War aber bislang noch nicht der Fall!).

Ich liebe ja Checklisten, und Emil Schmidt, der in puncto Stundenastrologie mein Lehrer ist, liebt auch Checklisten, er wollte ja mal Pilot werden. Da kann man sich nicht auf sich selbst so ohne weiteres verlassen - das Unterbewusstsein schlägt einem gern ein Schnippchen, und schon gibt's einen Crash.

Stundenastrologie arbeitet nach sehr konkreten Regeln - und  bei Suchhoroskopen sind noch einige zusätzliche Regeln zu beachten, denn der Verlierer will ja auch meist wissen, WO sich das gute Stück oder das entlaufene Tier oder der vermisste Mensch befindet.

Hier kann man aus den Zeichen, in denen sich die fraglichen Planeten aufhalten, erkennen, ob es ein warmer, kalter oder feuchter Ort ist, ein Luftzeichen könnte der Dachboden sein, ein Erdzeichen eben Keller oder Erdgeschoß, ist es im Löwezeichen, dann ist es warm und vielleicht der Ofen in der Nähe, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen - und ja man kann sogar Angaben über die Himmelsrichtungen machen, Norden, Nordwesten, Nord-Nordwesten. Wie ein Kapitän mit dem Kompass kann man dann nach dem entlaufenen Dackel Wasti fahnden. Zugegeben, das ist nicht ganz leicht und erfordert auch Übung. It's simple but not easy!

Die Beantwortung jedoch, ob man die verlorene Sache wieder bekommt oder ob man sie besser komplett abschreibt, geht relativ einfach zu beantworten, sofern man die Regeln laut Checkliste beachtet. Emil Schmidt bringt jede Menge Beispiele, an denen man sich überprüfen kann. Sympathisch ist, dass er sich nicht scheut, auch Horoskope zu bringen, bei denen er zu einer Fehldeutung gekommen ist. Schließlich lernt man aus den Fehlern oft am meisten. Ich mag das Buch, weil es so praktisch und einfach zu handhaben ist und empfehle es gerne angehenden Suchen + Finden-Spezialisten unter den Astrologen.

Achja, und wo ist es nun abgeblieben? - Scheint tatsächlich bei einer Freundin zu sein. Herr 2, mein Besitz, ist die rückläufige Venus in Haus 11. Ich selbst bin Merkur in 11 und habe nur noch 37 Bogenminuten zurückzulegen, bis ich wieder zu meinem Buch komme. Außerdem steht der aufsteigende Mondknoten auf meinem Aszendenten, und das ist ein positives Zeichen. Na Gottseidank!

 

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